Bestattung von Geflüchteten in Deutschland
Stirbt ein geflüchteter Mensch in Deutschland, treffen deutsches Bestattungsrecht, religiöse Vorschriften und die familiäre Situation aufeinander: Die Familien sind häufig mittellos, aufenthaltlich prekaer und weit von der Heimat entfernt — trotzdem gilt: Jeder Mensch hat das Recht auf eine wuerdige Bestattung.
Die rechtliche Lage
- Bestattungspflicht: Auch fuer Gefluechtete gilt das deutsche Bestattungsrecht (Friedhofszwang, Bestattungsformen) — die Kommunen sorgen fuer die Umsetzung
- Kosten: Bei Mittellosigkeit: Das Sozialamt uebernimmt die Bestattungskosten (Details: Sozialbestattung) — die AsylbLG-Regelungen greifen
- Aufenthaltsstatus: Der Status (Asylbewerber, anerkannter Fluechtling, Geduldete) beeinflusst Sozialleistungen, nicht das Bestattungsrecht
- Ueberfuehrung in die Heimat: Moeglich — mit konsularischer Genehmigung und internationalen Formalitaeten (Leichenpass — Details: Leichenpass) — frequently ueber Spendensammlungen der Community finanziert
Religiöse und kulturelle Bedürfnisse
- Islamische Bestattung: Schnelle Bestattung (innerhalb 24 Stunden ideal), Waschung (Ghusl) durch Muslims, Erdgrab Richtung Mekka — viele deutsche Friedhoefe haben muslimische Grabfelder (Details: Islamische Bestattung)
- Christlich-orthodoxe Fluechtlinge: Erdbestattung mit liturgischer Feier (Details: Orthodoxe Bestattung)
- Yezidische und andere Gemeinschaften: Individuelle Rituale — die Communities in Deutschland organisieren Begleitung
Praktische Unterstützung
- Communities: Muslimische Gemeinden, Kirchen, Vereine begleiten Familien und organisieren Bestatter-Kontakte
- Bestatter mit Erfahrung: Spezialisierte Haeuser kennen die religioesen und buerokratischen Anforderungen
- Friedhoefe: Islamische Grabfelder (Ausrichtung, Belegung) in vielen Staedten vorhanden
- Ueberfuehrungs-Dienste: Spezialisierte Anbieter organisieren Transport in die Heimatlaender (Syrien, Irak, Afghanistan — teils beschwerlich wegen Infrastruktur)



