Eintrag 375 · Gräber & Friedhof

Kriegsgräber

Kriegsgräberstätten und der Volksbund — Gedenkort für Millionen Opfer der Weltkriege.

Kriegsgräber und Kriegsgräberstätten

Kriegsgräber erinnern an die Opfer der Weltkriege und der NS-Gewaltherrschaft: Gefallene, zivile Bombenopfer, Opfer von Verfolgung. In Deutschland liegen auf 830+ Kriegsgräberstätten über 1,9 Millionen Tote — gepflegt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Was Kriegsgräberstätten auszeichnet

  • Reihengräber-Charakter: Einfache, gleichförmige Steine (Kreuze oder Stelen) ohne Statusunterschiede — alle Opfer gleich würdevoll
  • Gemeinschaftsgrabmale: Häufig Sammelgräber mit zentralen Denkmälern und Namenslisten
  • Rechtlicher Schutz: Kriegsgräber sind dauerhaft geschützt — sie dürfen nie aufgelöst werden (Gesetz über die Erhaltung der Kriegsgräber)
  • Pflege: Volksbund und öffentliche Hand tragen die Pflege — Familien zahlen keine Grabgebühren

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Der 1919 gegründete Volksbund ist der zentrale Träger: Errichtung und Pflege der deutschen Kriegsgräber weltweit, Jugendbegegnungsstätten, Workcamps, Spenden- und Patenschaften. Für Angehörige bietet der Volksbund:

  • Grablokalisierung: Vermissungsstellen helfen, das Grab gefallener Angehöriger zu finden (Online-Suche auf volksbund.de)
  • Grabpflege: Vor Ort organisierte Pflege (frequently durch örtliche Gärtner) für Angehörige, die nicht reisen können
  • Grabpatenschaften: Ehrenamtliche pflegen verwaiste Kriegsgräber

Internationale Gedenkorte

Deutsche Kriegsgräberstätten existieren in 46 Ländern — von Frankreich (Verdun, Normandie) über Russland bis Nordafrika. Die Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkriegs sind heute Orte der Versöhnung und Erinnerung; auf dem Soldatenfriedhof Langemarck (Belgien) oder in Cassino (Italien) liegen zehntausende Gefallene.

↗ Verwandte Einträge

Grabmale und Steinmetze in Ihrer Nähe: gedenkstein.com

Häufige Fragen

Über die Online-GrabSuche des Volksbunds (www.volksbund.de): Name, Geburtsdatum, Todesdatum eingeben — die Datenbank führt zu über 4,8 Millionen erfassten Toten. Der Volksbund hilft auch persönlich weiter (Vermissstenstellen, Archive). Alternativ: Deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin für militärische Unterlagen, Rote-Kreuz-Suchdienste für Ziviltote und Vermisste.

Nein — Kriegsgräber sind dauerhaft geschützt und werden von öffentlicher Hand und dem Volksbund getragen; Angehörige zahlen keine Nutzungsgebühren. Die Pflege (Bepflanzung, Steine, Anlagen) übernehmen Volksbund und Kommunen. Angehörige können freiwillig Patenschaften und Spenden unterstützen — Kosten entstehen nicht.

Nein — niemals: Das Gesetz über die Erhaltung der Kriegsgräber schützt sie auf ewig (anders als normale Gräber mit Ruhezeiten). Friedhöfe dürfen Flächen umwidmen, aber Kriegsgräber müssen erhalten und häufig an anderer Stelle würdig umgebettet werden. Sie sind dauerhafte Gedenkorte der deutschen Geschichte.

Jetzt einen Bestatter finden

Über 2.600 geprüfte Einträge — neutral und unabhängig.

Bestatter finden
← Vorheriger EintragGrableuchten