Eintrag 007 · Bestattungsarten

Weltraumbestattung

Die letzte Reise ins All — für Weltraum-Begeisterte.

Was ist eine Weltraumbestattung?

Bei der Weltraumbestattung wird ein Teil der Asche des Verstorbenen in den Weltraum gebracht. Die Asche kann entweder in einer Umlaufbahn um die Erde kreisen, auf den Mond geschickt oder sogar in den tiefen Weltraum fliegen. Diese Bestattungsform ist die außergewöhnlichste und futuristischste aller Bestattungsarten.

Anbieter und Möglichkeiten

Es gibt weltweit nur wenige Anbieter von Weltraumbestattungen. Die bekanntesten sind:

  • Celestis: Bietet verschiedene Missionen an — Earth Rise (suborbitaler Flug), Earth Orbit (Umlaufbahn), Luna (Mond) und Voyager (tiefer Weltraum)
  • Elysium Space: Bietet Erdumlaufbahn-Missionen an

Missionstypen

  • Earth Rise: Die Asche fliegt kurz in den Weltraum und kehrt zur Erde zurück. Ab ca. 5.000 Euro.
  • Earth Orbit: Die Asche kreist für Jahre in der Umlaufbahn. Ab ca. 12.000 Euro.
  • Luna: Die Asche wird auf dem Mond abgelegt. Ab ca. 12.500 Euro.
  • Voyager: Die Asche fliegt in den tiefen Weltraum. Ab ca. 12.500 Euro.
💡 Gut zu wissen

Bei einer Weltraumbestattung wird nur ein kleiner Teil der Asche (typischerweise 1-7 Gramm) in einer speziellen Kapsel in den Weltraum gebracht. Die restliche Asche kann auf andere Weise beigesetzt werden.

Ablauf

  1. Feuerbestattung: Einäscherung in Deutschland
  2. Asche-Transport: Ein Teil der Asche wird an den Anbieter gesendet
  3. Vorbereitung: Die Asche wird in eine Weltraum-kompatible Kapsel gefüllt
  4. Raketenstart: Die Kapsel wird mit einer Rakete in den Weltraum transportiert. Angehörige können dem Start beiwohnen.
  5. Zertifikat: Die Angehörigen erhalten ein Flugzertifikat

Kosten

Die Gesamtkosten liegen zwischen 5.000 und 15.000 Euro, abhängig von der gewählten Mission:

  • Feuerbestattung: 500 bis 1.000 Euro
  • Earth Rise Mission: ab 5.000 Euro
  • Earth Orbit Mission: ab 12.000 Euro
  • Luna Mission: ab 12.500 Euro
  • Voyager Mission: ab 12.500 Euro
  • Bestatterleistungen: 500 bis 1.000 Euro

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Außergewöhnliche, unvergleichliche Bestattung
  • Ideal für Weltraum-Begeisterte
  • Teilnahme am Raketenstart möglich
  • Keine Grabpflege

Nachteile

  • Sehr teuer
  • Nur ein kleiner Teil der Asche wird verwendet
  • Lange Wartezeit bis zum Start
  • Kein festes Gedenkmal
  • Umlaufbahn-Missionen verglühen irgendwann in der Atmosphäre

Was das für Ihre Entscheidung bedeutet: den Formen-Überblick

Welche Bestattungsformen es gibt, wie sie ablaufen und was sie kosten — die Weltraumbestattung im Überblick: bestattungsformen.de

Häufige Fragen

Bei der Weltraumbestattung wird eine kleine Menge der Asche (typisch 1–7 Gramm) in einer speziellen Kapsel mit einer Rakete ins All gebracht. Je nach Mission kreist die Asche für Jahre in der Erdumlaufbahn, verglüht in der Atmosphäre oder fliegt in den tiefen Weltraum. Es ist die seltenste und teuerste Bestattungsform überhaupt.

Der bekannteste Anbieter ist Celestis (USA), daneben gab es Angebote von Elysium Space. Celestis führt regelmäßige 'Memorial Spaceflights' durch, bei denen die Kapseln als Mitlast bei kommerziellen Raketen mitfliegen. Deutsche Bestatter vermitteln an diese Anbieter.

Vier Typen: Earth Rise (suborbitaler Flug, Kapsel kehrt zur Erde zurück, ca. 5.000 $), Earth Orbit (Jahre in der Umlaufbahn, dann Verglühen, ca. 5.000–13.000 $), Luna (Landung/Aufprall auf dem Mond, ca. 13.000 $) und Voyager (Flug in den tiefen Welterraum, ca. 13.000 $). In Euro inkl. deutscher Vorleistungen: 6.000–15.000 €.

Ja, Celestis lädt die Familien zum Start ein — ein öffentlicher Gedenkgottesdienst vor dem Start ist Teil des Programms. Der Start selbst ist von einer Besucherzone aus zu beobachten (in den USA: meist Cape Canaveral oder Vandenberg). Für viele Familien ist die gemeinsame Reise ein wichtiger Teil des Abschieds.

Zwischen Buchung und Start liegen oft 6 bis 24 Monate, da die Kapseln auf einen geeigneten Raketenstart warten müssen ('rideshare'). Verzögerungen sind häufig. Die Restasche kann unabhängig davon bereits vorher beigesetzt werden.

Für Menschen mit enger Beziehung zum Weltraum — Astronomie-Begeisterte, Science-Fiction-Fans, Ingenieure der Raumfahrt. Es ist ein sehr bewusstes Statement und sollte unbedingt zu Lebzeiten verfügt werden, da Angehörige selten eigeninitiativ diese Form wählen — hilfsreich: Bestattungsverfügung.

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