Eintrag 005 · Bestattungsarten

Luftbestattung

Die Asche wird aus der Luft verstreut — eine besondere Form.

Was ist eine Luftbestattung?

Bei der Luftbestattung (auch Luftstreuung genannt) wird die Asche des Verstorbenen aus der Luft verstreut. Dies kann aus einem Flugzeug, einem Helikopter oder einem Heißluftballon erfolgen. Die Asche wird über einem vorher bestimmten Gebiet freigegeben.

⚠ Rechtliche Hinweis

In Deutschland ist die Luftbestattung rechtlich nur eingeschränkt zulässig. Die Aschestreuung ist in Deutschland grundsätzlich verboten, da die Asche nicht als "friedhofswürdig" gilt. Luftbestattungen werden daher oft im Ausland durchgeführt, etwa in der Schweiz oder in Irland, wo die Gesetze dies erlauben.

Ablauf

  1. Feuerbestattung: Einäscherung in Deutschland
  2. Transport der Urne: Die Urne wird in das Land transportiert, in dem die Luftbestattung stattfindet
  3. Luftbestattung: Die Asche wird aus dem Flugzeug oder Ballon über einem bestimmten Gebiet verstreut
  4. Urkunde: Die Angehörigen erhalten eine Urkunde mit den Koordinaten der Streuung

Kosten

Die Kosten für eine Luftbestattung liegen zwischen 2.000 und 5.000 Euro, abhängig von Land und Art der Durchführung:

  • Feuerbestattung: 500 bis 1.000 Euro
  • Transport und Auslandsbestattung: 500 bis 1.500 Euro
  • Luftbestattung (Flugzeug): 800 bis 2.000 Euro
  • Luftbestattung (Ballon): 1.000 bis 2.500 Euro
  • Bestatterleistungen: 500 bis 1.000 Euro

Wann ist eine Luftbestattung geeignet?

  • Für Menschen mit Bezug zur Luftfahrt (Piloten, Flieger)
  • Für Naturliebhaber, die keine Grabstätte wünschen
  • Wenn eine Seebestattung nicht gewünscht wird

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Eindeutige, besondere Form des Abschieds
  • Keine Grabpflege
  • Weite Verbreitung der Asche in der Natur

Nachteile

  • In Deutschland nicht legal
  • Höhere Kosten durch Auslandsbezug
  • Keine feste Grabstätte
  • Logistik komplizierter als bei anderen Formen

Der passende Ratgeber dazu: den Formen-Überblick

Welche Bestattungsformen es gibt, wie sie ablaufen und was sie kosten — die Luftbestattung im Überblick: bestattungsformen.de

Häufige Fragen

Nein. In Deutschland gilt Friedhofszwang — die Asche eines Verstorbenen muss auf einem Friedhof (oder als genehmigte Sonderform wie Seebestattung oder Friedwald) beigesetzt werden. Das Verstreuen der Asche aus einem Flugzeug oder Ballon ist in Deutschland nicht zulässig. Luftbestattungen werden daher im Ausland durchgeführt, vor allem in der Schweiz, wo Aschestreuung erlaubt ist.

Ablauf: Einäscherung in Deutschland, Transport der Urne in das erlaubende Land (z.B. Schweiz), Verstreuen der Asche dort aus einem Flugzeug, Helikopter oder Heißluftballon über einem vereinbarten Gebiet. Die Angehörigen erhalten eine Urkunde mit Datum und Gebiet der Streuung. Ein Bestatter koordiniert den grenzüberschreitenden Ablauf.

Zwischen 2.000 und 5.000 Euro — deutlich mehr als eine inländische Bestattung wegen Transport, ausländischem Anbieter und Formalitäten. Enthalten sind: Feuerbestattung (500–1.000 €), Urnen-Transport (500–1.500 €), die Luftbestattung selbst (800–2.500 € je nach Fluggerät) und Bestatterleistungen.

Vor allem für Menschen mit Bezug zur Luftfahrt — Piloten, Fallschirmspringer, Flieger — oder für Naturliebhaber, die sich eine Grabstätte wünschen, die 'im weiten Raum' liegt. Sie ist eine sehr seltene Form: Nur wenige hundert Luftbestattungen deutscher Verstorbener finden pro Jahr statt.

Ja. Legal und ohne Auslandsbezug sind: Seebestattung (Übergabe der Urne ans Meer), Baumbestattung im Friedwald und anonyme Bestattung. Diese Formen bieten ebenfalls 'Grabfreiheit' bei geringeren Kosten. Übersicht: Bestattungsarten.

Streng genommen entscheidet der nächste Angehörige über die Bestattungsart — ein dokumentierter Wunsch des Verstorbenen ist rechtlich nicht bindend, wird aber praktisch immer respektiert. Wichtig ist, dass alle Angehörigen der Auslandsbestattung zustimmen, da die Asche endgültig verstreut wird und keine Grabstätte bleibt. Sinnvoll ist eine Bestattungsverfügung.

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