Hospiz — Sterben in Würde
Ein Hospiz ist eine spezialisierte Einrichtung für sterbende Menschen, deren Krankheit nicht mehr heilbar ist: Palliativversorgung, Schmerztherapie und emotionale Begleitung stehen im Mittelpunkt — nicht die Lebensverlängerung. Ziel: Die letzte Lebenszeit so würdevoll und beschwerdefrei wie möglich zu gestalten.
Stationäres Hospiz vs. ambulante Hospizdienste
Stationäres Hospiz
- Kapazität: Meist 8-16 Betten, familiäre Atmosphäre (keine Klinik!)
- Aufenthalt: Wochen bis Monate — solange es gebraucht wird
- Team: Palliativmediziner, Pflegekräfte, Seelsorger, Psychologen, Ehrenamtliche
- Angehörige: Rund um die Uhr willkommen, Übernachtung teilweise möglich, aktive Einbeziehung
- Kosten: AOK & Co. übernehmen 95 % (gesetzlich festgelegt); Eigenanteil max. 5 €/Tag
Ambulanter Hospizdienst
- Zuhause sterben: Ehrenamtliche und Fachkräfte begleiten zu Hause (Hospizdienst, SAPV-Teams)
- Unterstützung: Praktische Hilfe, Gespräche, Entlastung der Familie, Koordination mit Hausarzt und Palliativnetz
- Kosten: Für Ehrenamtliche kostenlos; SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) über Krankenkassen
Wann hospizliche Begleitung sinnvoll ist
- Fortgeschrittene, unheilbare Erkrankungen (Krebs im Endstadium, Herzinsuffizienz, ALS, Demenz)
- Zunehmende Beschwerden, die zu Hause nicht mehr beherrschbar sind
- Der Wunsch, nicht mehr kurativ behandelt zu werden, sondern Symptomfreiheit und Ruhe
- Entlastung der pflegenden Familie (auch präventiv: "Palliativ-Früherkennung" ab Diagnose einer unheilbaren Krankheit)
Weg ins Hospiz
- Hausarzt oder Klinik: Palliativbedarf feststellen und attestieren
- Krankenkasse: Antragsformular für Hospiz (Kostenübernahme)
- Hospiz direkt kontaktieren: Aufnahmegespräch, Wartelistenmanagement
- Einzug: Persönliche Dinge, Wünsche, Angehörigen-Planung
Begleitet und vertieft: mehr dazu auf bestattung.de



